Talaia d’Alcúdia

Die Wetteraussichten für die Folgetage hätten eigentlich nur besser sein können. So wollten wir den sonnigen Tag heute voll ausnutzen. Von unserer Ferienwohnung sahen wir zur Halbinsel Victòria, im Wanderführer war dort eine Rundtour beschrieben. – warum also in die Ferne schweifen…. Wir starteten also an der Ermita de la Victòria, der Parkplatz dort ist sehr ausreichend. Aussichtsreich führte die Piste aufwärts, bei einem Abzweig zur Penya des Migdia hielten wir uns rechts.

Am Ende des Fahrweges begann dann ein Fußweg Der Sturm war enorm, und so brachten wir den ersten steilen Anstieg recht schnell hinter uns. Zum Gipfel selbst ging es nochmal steil bergauf, dann waren wir nach einer guten Stunde oben auf dem 445 m hohen Gipfel.

Vom 1567 erbauten, mittlerweile aber verfallenen, Piratenwachturm hatten wir einen umfassenden Ausblick. Im Westen, hinter der Bucht von Polenca erhebt sich die Tramuntana, deutlich zu erkennen der Doppelgipfel der Massanella, davor der wuchtige Puig Tomir. Markant auch der 325m hohen Klosterberg Puig de Maria bei Pollenca. Nach Nordosten zeigen sich hinter der Bucht von Alcúdia die Berge des Naturpark Llevant.


Nachdem wir den Ausblick ausreichend genossen hatten, führte der Weg erstmal wieder zurück zur Steinpyramide und dort nun aber zum „Collet des Coll Baix, Refugi“. Hervorragend markiert führte der Weg vom Gipfel auf der Ostseite hinunter zum besagten Pass. Unterweg bot sich noch ein traumhafter Blick hinunter zum gleichnamigen Strand. Da wir aber von Badetemperaturen weit entfernt waren, verzichteten wir auf einen Abstieg zur Bucht.


Erst entlang eines Bachlaufes bergab, dann ging es in einem Trockental wieder aufwärts. Im fast undurchdringlichen Disgras entdeckten wir auch einige von den auf einer Tafel beschriebene mallorquinischen Ziegen, die hier vorkommen. Eines der Merkmale dieser Art ist, dass sie immer Hörner haben: die Böcke gedrehte und die Ziegen glatte.


Der Weg führte durch hohes Gras, aber stets mindestens durch Steinmännchen gut markiert, uns bald wieder aufwärts, hoch zum Coll de na Benet, von dort im Fontanelles-Tal wieder abwärts. Nach einem Wasserbecken dann wieder rechts. Der recht steile Aufstieg zur Ermita beendete dann die 4,5-stündige Runde auf der Halbinsel Victòria. Einen Kaffee tranken wir hier natürlich auch noch, schließlich waren es heute 11,2km und 620 Höhenmeter – nicht so schlecht. Es war eine sehr schöne, abwechslungsreiche Tour.

Eine kleine Runde durch Can Picafort beendete den Tag. Das Wetter war bestens – blauer Himmel überall.

Das sollte sich in den folgenden Tagen ändern – es stand Regen ins Haus, viel Regen. Dazu Sturm und Kälte!