Nisyros Inselbesichtigung

Wie jeden Tag verließ das Boot mit den Arbeitern von Gialí bei Sonnenaufgang den Hafen. Bei uns war nach zwei Wandertagen heute Sightseeing angesagt.

Boot nach Giali

Auf dem Weg nach Nikiá zweigten wir zu Klosters Panagias Kiras ab. Leider war es nicht geöffnet. Auf dem Parkplatz fand sich diese interessante Gesteinsformation. Wir sahen später ein Bild davon im Museum in Nikia.

Nikia, fein herausgeputzt

Im Ort angekommen, galt es, den Berg oberhalb des Ortes zu erklimmen. Vati hatte gestern keine Lust mehr, doch allein schon des Ausblicks wegen mussten wir hier hoch. Es gab in Nikia auch ein kleines geologisches Museum, den wir einen Besuch abstatteten. Es lohnte sich. Zahlreiche Exponate zeigen die Geologie der Insel und des gesamten Landes auf.

Wenige Kilometer südlich von von Nikiá befindet sich das ehemalige Kloster Agios Panteleimonas. Von hier führt ein Weg zum Strand des verfallenen Ortes Avlaki. Im Meer gibt es hier wohl warme Quellen.

Am Ortseingang von Emporió befindet sich eine kleine Natursauna. Es ist drückend warm und riecht recht muffig – ist aber sicher sehr gesund. Auf jeden Fall auch einen Besuch wert.

Unweit von Páli liegt, versunken zwischen den Fundamenten römischer Bäder, die eigenartige Kirche Panagiá Thermaní­. Von der Straße sieht man nur den Eingang. Offensichtlich finden hier noch Veranstaltungen statt.

Oberhalb des Hauptortes Mandráki befindet sich das Palékastro, die besterhaltenste antike Stadtmauer Griechenlands. Sie stammt aus dem 5./4.Jahrhundert v.Chr. Ein über 100m langer Mauerabschnitt ist mit 6m Höhe und 4m Dicke erhalten. Die Steinblöcke bestehen aus vulkanischem Trachytgestein und sind bis zu 80 cm hoch und 2m lang. Das Innere der Anlage selbst ist noch unerforscht. Neben dem gut erhaltenen Eingangstor kann man über eine Treppe die riesige Mauer erklimmen. Selbst Details wie die Aussparung für die Torbefestigung sind gut erhalten. Es gab zwar Öffnungszeiten, doch es war ohnehin nichts eingezäunt…

Zum Abschluss noch ein kleiner Bummel in Mandráki. Den Platz vor dem Dimarchío, dem klassizistische Rathaus aus dem Jahre 1931 ziert . Haus ist ein riesiges schwarz-weiß-rotes Kieselsteinmosaik. Es stellt einen Adler beim Schlagen einer Schlange dar.

Das Kloster Panagía Spilaní hatte an unserem letzten Tag auf Ní­ssyros leider schon geschlossen. Für einen schönen Ausblick auf den Ort und ein paar Impressionen reichte es dennoch.

Wir hatten schon etwas gesucht, bis wir die beiden byzantinischen Kirchen gefunden hatten. Sie sind in den Boden eingelassen. Entweder diese Bauart ist für Níssyros typisch oder es sind Folgen von Bodenabsenkungen. Auch hier wurden beim Bau wieder Reste antiker Bauwerke verwendet.

Baden waren wir wieder an unserem Strand im Süden. Auf der Fahrt dorthin gings vorbei an interessanten geologischen Aufschlüssen und glücklichen Schweinen. Der Hafen war am Abend wieder gut gefüllt, wir verbrachten wieder einige Zeit auf dem Balkon. Morgen werden wir mit weiter nach Kálymnos fahren – unserer zweiten Insel des Dodekanes.