Gratwanderung bei Graslitz

Es gibt sie noch, Wanderungen die auf Waldwegen und Pfaden verlaufen, die keine Radwege und Pisten nutzen. Eine solche Wanderung fanden wir in Graslitz, unweit von Klingenthal. Diese Ecke fasziniert uns schon länger. Wir hatten die Runde auf der bergfex-Seite gefunden. Das Auto beim Parkplatz am Bahnhof abgestellt und dann wanderten wir über die Zwotabrücke hinüber Richtung Hausberg. Ja der Hausberg von Graslitz wird tatsächlich mit Hausberg bezeichnet. Bei der alten evangelischen Kirche bogen wir dann rechts in bald dichten Nadelwald ab. Es folgt ein sportlicher Aufstieg über steil aufwärts führende Wege, immer wechselnd rechts, dann links, Hauptsache aufwärts. Die rot-weißen Markierungen sind schwach an den Bäumen zu erkennen. Vorbei an einigen Denkmälern und ersten Felsen ist irgendwann die Felsengrotte erreicht, darüber die Spitze des 717 m hohen Hradiste, der erste Gipfel. Verschiedenen Tafel ist zu entnehmen, dass sich hier auf dem Schlossberg Überreste einer Burg befinden. Das ganze Gebiet um den Berg durchziehen verschiedene gestaltete Wege, auf Schautafeln gibt es Erklärungen zu dem, was man sieht. Ein Lehrpfad rundet all das ab.

Es folgt nun der schönste Abschnitt der Wanderung: Auf Klippen geht es hoch über Silberbach nordwärts. Unter uns anfangs ein Klettergebiet wandelten wir auf dem Höhenrücken hinüber zum Abzweig nach Tisova. Wir entschieden uns jedoch dafür, nicht in die empfohlene Brauereigaststätte des Ortes abzusteigen (dies sicher später), nach einem Drittel des Weges war uns das zu früh. Für uns folgte ein zweiter Anstieg hinauf zum Bleiberg. Im Mittelteil dieses Anstieges querten wir das Bergbaugelände des Eibenberges. 1654 das erste Mal erwähnt, ging bis 1994 der Bergbau vorwiegend auf Kupfer, Eisen, Zinn und sogar Schwefel um. Die Schächte wurden konserviert, da die Gruben bis zum Ende ergiebig waren. Nach dem Bergbaugebiet führte uns der Weg aussichtsreich weiter aufwärts, kurz vor dem Bleiberggipfel kam die Straße von Silberbach herauf.

Auf dem 802 m hohen Bleiberg angekommen, liefern wir zuerst an den Liftanlagen vorbei. Die Aussicht indes war gar nicht so spektakulär vor uns kam nun Bublava in den Blick. Dies war für uns der höchste Punkt der Wanderung, wir stiegen im Wald steil ins Tal ab. Kurz nah einem idyllisch gelegenen Teich erreichten wir eine Straße, der wir nun mit rot-weiß einige Meter abwärts folgten. Abweichend von der Wegmarkierung ging es für uns an alten Rinderställen am gegenüberliegenden Hang wieder etwas aufwärts. Der Weg zog jetzt leicht steigend Richtung Süden, bald kam auch die rot-weiße Wegmarkierung wieder hinzu. Es folgten einige Kilometer Weg angenehmer, unbefestigter Fahrweg, nach Osten der Eibenberg in Sicht. Der Weg fiel alsbald wieder ab und vorbei an einigen Häusern von Grünberg erreichten wir Graslitz. Bis kurz vor der Stadt wanderten wir über blühende grüne Wiesen, Birken säumten den Weg. Es waren dann noch wenige Meter auf der Straße bis zur Kirche. Nach einem Es in einem Kiosk beim Rathaus folgten wir gegenüber der Straße zum Bahnhof.

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Eine wunderschöne Wanderung weitgehend auf naturbelassenen oder zumindest unbefestigten Fahrwegen. Weiterhin auch sehr informativ.