Das Wetter war an diesem Sonntag im Regensommer 2025 recht gut, etwas warm vielleicht. Uns zog es ins Nachbarland, nach Stříbrná (Silberbach). Auf outdoor hatten wir eine Runde gefunden, diese wollten wir etwas abgewandelt laufen. Parken war kein Problem, ein großer Parkplatz am Anfang der Runde, dort wo sich bis 1945 der Ort Nancy befand. Einige Meter entlang der Straße, dann bogen wir an der Brücke des Silberbaches rechts in das Rýjeckým -Tal ab. Nach wenigen Metern wählten wir einen Weg hoch in die unerwartet felsige Landschaft. Wir waren überrascht – solche Felsen hatten wir hier nicht erwartet. Wir folgten einem schmalen weg, den wohl eher die Kletterer hier benutzen. Auf dem kamen wir bald an einige Felsen mit Seilsicherungen, war schön hier. Einer Tafel war zu entnehmen, dass es einen gesicherten 250 m langen Klettersteig gibt, die Schwierigkeit der Routen wird mit II bis VIII angegeben. Wir sahen auch die ersten Kletterer, bevor es für uns wieder hinab zum, natürlich asphaltierten, Fahrweg ging. Weiter wanderten wir auf der Straße stetig aufwärts, die felsige Landschaft blieb uns zumindest ein wenig im Wald erhalten.
























Vorbei an einem Rastplatz folgten wir der Ausschilderung zur Fischerquelle an der Kreuzung der blauen und grünen Wanderwege zwischen Stříbrná und dem Špičák – wie auf dem dortigen Schild geschrieben stand. Anschließend war der Weg zumindest nicht mehr geteert, führte weiter aufwärts bis zu einem Abzweig eines Pfades nach links. Ihm folgten wir auf den 991 m hohen Spitzberg. Hatten wir auf den letzten Metern doch einige Wanderer getroffen, waren wir hier oben allein. Der Blick reichte über Bublava bis hinüber zur Klingenthaler Schanze. Der Abstiegsweg führte durch hohes Gras abwärts, auf einem Felsen genossen wir dann eine schöne Aussicht nach Süden. Nordöstlich zeigte sich der Auersberg. Bald war der Weg schon wieder befestigt, in einem großen Bogen zog unsere GPS-Spur in das Tal hinab. Ein kurzer Abstecher auf einen alten Wanderweg endete abrupt vor einer sehr sumpfigen Stelle, notgedrungen mussten wir wieder hinüber zum Radweg. Die letzten 2 Kilometer wanderten wir im Tal entlang eines kleinen Baches hinab, ein schönes Wegstück, wenn da der Asphalt nicht wäre. Allerdings zeigte sich in der Mitte schon umfangreicher Grasbewuchs – Grund zur Hoffnung. Am Ende des Weges fiel uns noch ein geschützer Ahorn auf, der war aber nicht wegen des Baumes, sondern wegen der daran lebenden Flechten geschützt. Wir bogen am Ende des Tales auf die Straße ein und folgten dieser bis zum Parkplatz..































Nach 4,5 Stunden waren wir wieder beim Auto gewesen. Die Pause auf dem Spitzberg war etwas länger als geplant, ein Verhauer war auch dabei. Ganz gut. Die Wanderung würde eigentlich einen grandiosen Eindruck hinterlassen. Die Felsen haben uns begeistert, unweit von uns eine solche schöne Felslandschaft. Negativ schlagen allerdings die Wege zu Buche, zum Wandern nicht gerade optimal geeignet. Schlimmer noch als um Klingenthal sind sie hier sogar geteert. Es werden eben nur Radwege angelegt, Wanderer haben dann dort zu laufen. Gelernt haben wir zudem, dass auf den Radwegen nicht nur Radfahrer, sondern auch mal Motorradfahrer unterwegs sind. Dennoch werden wir diese Ecke weiter erkunden. Es lohnt sich!
