Es wurde eine ganz andere Wanderung heute. Zum einen führte Sie durch einen Barranco in unwirtlicher Umgebung, zum anderen sind die Damen zu Hause geblieben. Die beiden Herren haben sie allein unternommen. Start war in Las Eras am Strand. Der Einstieg in den Barranco sah wenig einladend aus, die zahlreichen Windräder ebenfalls. Doch es sollte eine überraschend interessante Wanderung werden. Wir folgten der Schlucht aufwärts, von Anfang an beeindruckten die imposanten Felswände. Nach der Unterquerung der Autobahn nahm die Vielfakt der geologischen Formationen zu. Interessante Pflanzen hingegen machten sich rar, das eingeschleppte afrikanische Lampenputzergras überwuchert fast in der gesamten Schlucht den Boden. Eine kleine Stufe wurde mittels angestellter kleiner Leiter problemlos überwunden. Weiter ging es im Barranco. Oberhalb zeigten sich zunehmend Windräder, sie waren auch kaum zu überhören. Nicht umsonst stehen sie hier, somit ist der Hinweis aus dem Wanderführer, man solle auf die Wanderung bei starkem Wind verzichten, hilfreich, aber kaum zu realisieren. Hier weht immer Wind. Unterwegs trafen wir eine deutsche Familie mit drei Kindern. Sie könnten die lauten Geräusche nicht einordnen, dass es die Windräder waren, konnten sie kaum glauben. Aufwärts im Barranco sind es aber die vielen Felsformationen, die beeindrucken. Uns haben Ablagerungen von verschiedenen Gesteinen so sehr abgelenkt, dass wir den Abzweig aus der Schlucht verpassten. Wir überquerten also mühsam einen recht frischen Felssturz und machten uns auch daran, einen Quergang hoch zu einer glatten Felsrinne zu überwinden.





























Erst als wir merkten, dass der Rückweg möglicherweise sehr schwierig wird, brachen wir ab. Im Rother war es eine rote, keine schwarze Tour. Erst beim Rückweg sahen wir in den grün-weißen Markierungen die Inschrift: “Komplizierter Zugang”. Wenige Meter abwärts fanden wir dann tatsächlich den Ausstieg aus der Schlucht und standen wenige Meter danach am imposanten Arco del Jurado. Unterhalb des Bogens sahen wir auch den von uns abgebrochenen Zugang, wir waren froh, dass wir das Unterfangen dort abgebrochen hatten. Vom Arco aus gelangten wir schnell an die Straße und sollten dieser laut Beschreibung bis Las Eras folgen. Kurz nach der Autobahn war dann oberhalb der Steilküste ein schmaler Pfad zu sehen. Diesen abwechslungsreichen Küstenweg nahmen wir bis zum Ort, damit war auch der Rückweg nochmal sehr abwechslungsreich geworden. Ein Bier in der Bar rundete die kleine, interessante und durchaus abwechslungsreiche Runde ab. Wenige Meter durch den Ort und wir waren wieder beim Parkplatz am Strand angekommen. Dieser war mittlerweile auch etwas bevölkert, das Wetter passte.





























Morgen werden wir ins Anagagebirge fahren, auf der Südseite wird es eine Runde bei Iguste werden.
