Heute war wieder ein Calima-Tag. Eine Wanderung in dichtem Wald ist da nicht das Schlechteste, was man unternehmen kann. Der Esperanzawald war bisher ein blinder Fleck auf unserer Teneriffa-Karte. Der Rother Wanderführer bietet hier nichts, fündig geworden sind wir auf den Siebeninseln. Die Anfahrt über die Autobahn nach Laguna war lang, und die letzten Meter zum Rastplatz schwer zu finden. Viele Wege waren zwar nicht gesperrt, aber kaum befahrbar. Am Ende war es dennoch ein recht holpriger Weg, gerade noch dem schönen Auto zumutbar. Unsere Wanderung führte uns zuerst auf breitem, befahrbarem und staubigen Weg aufwärts, bevor wir in einen schmalen Pfad abbogen. Wir hatten uns dabei ein wenig verhauen, aber bei dem dichten Blätterdach ist das nicht anders zu erwarten. An einem Baum mit einem weißen Kreuz und allerhand Anhängseln bogen wir rechts ab. Hier begann das Waldbrandgebiet, wir hatten es bereits auf der Karte gesehen. Etwas Gutes hatte der Waldbrand, wir hatten Aussicht, sogar bis zum El Teide. Der Wanderweg selbst war wirklich unpassierbar, mit großen Maschinen wurde der Wald aufgeräumt. Die Umgehung führte anfangs auf einem etwas mitgenommenen Fahrweg entlang, bevor wir wieder in einen schmalen Waldweg abbiegen konnten. Dieser führte steil bergab, teilweise markiert mit dem Candelaria – Wegsymbol. Wir erreichten schließlich ein erstes Anwesen mit großem Garten und einen Wegweiser davor.


























Am Wegweiser beim Haus folgten wir der Ausschilderung gemäß noch etwas dem Pfad am Waldrand entlang, dann waldeinwärts. Steil bergab erreichten wir ein erstes Tal, den Barranquillo del Salto Blanco. Vorbei an einem ausgemauerten Höhleneingang, einem ummauerten Baum und einer weiteren Höhle erreichten wir einen schönen Picknickplatz. Von diesem führte ein sehr breiter, gut ausgebauter und mit einem aufwendigen Metallgeländer begrenzter Weg abwärts. Vorbei an einer weiteren Höhle erreichten wir im Wald von Aque García den gut ausgebauten Zugangsweg zu den Cuevas de Toledo, den Glashöhlen. Der Name kommt davon, dass man in diesen Höhlen Sand für die Glasherstellung gewann. Eine umfangreiche Besichtigung bot sich an.























Einige Meter nach den Höhlen endete der breite Weg, wir wandten uns nach rechts. Es begann der zweite Teil unserer Wanderung. Sie führte uns zuerst durch sehr dichten Wald auf meist schmalen Wegen aufwärts. Vorbei an verfallenen Gebäuden und einem Wasserspeicher gelangten wir zum höchsten Punkt unserer Wanderung nun in der Montaña el Haya. Eine der wenigen Aussichten eröffnete sich nach Osten, bevor wir dann einen weiteren Picknickplatz erreichten. Von hier aus kamen wir nochmal durch ein kleines Waldbrandgebiet, bevor wir die kleine Kapelle am Cruz de Fune erreichten. Stetig abwärts erreichten wir schließlich wieder den Weg vom Anfang und folgten ihm wenige Hundert Meter zurück zum Parkplatz.























Gut 5 Stunden waren wir auf dieser schönen Wanderung unterwegs gewesen. Die Sonne schien, es war also recht hell im dichten Wald und der Calima störte nicht, Aussicht war eh selten. Dafür faszinierte uns der Lorbeerwald und natürlich die Höhlen. Auf der Rückfahrt über La Esperanza und die Cañadas passierten wir noch den unendlichen Kiefernwald hier östlich des Teide. Auch eine Wanderung wert…. Unsere nächste Wanderung wird uns auf den Rundweg von Las Vegas führen, gar nicht so weit von hier.
