Runde bei Las Vegas

Wunderschöne Wanderung bei ausbaufähigem Wetter, so könnte die heutige Wanderung überschrieben werden. Wir hatten sie wieder aus dem Rother, dort sind zwei Varianten beschrieben, die längere lohnte aufgrund der tief hängenden Wolken nicht. Start war in Las Vegas, bei der Kirche mit der Glocke im Baum. Unser weiß-gelb markierter Weg führte durch den Ort aufwärts, bald schon endete der Asphalt. Bei einem Anwesen mit Weinstöcken trafen wir auf einen trockenen, aber intakten Kanal. Das Wasser wird hier zur Bewässerung genutzt. Unser Weg führte nach links in den Barranco Risco del Muerto kreuzte ihn bei einer verfallenen Kanalbrücke und stieg weiter am Hang parallel zur Schlucht aufwärts. Bei einer erneuten Kanalquerung wurden auf einer Tafel die Bauweise der hiesigen Kanäle aus dem vorhandenen Gestein erklärt. Nach knapp 2 Kilometern waren verfallenen Höhlenhäuser erreicht. Erneut die Barrancoseite wechselnd überquerten wir den wasserführenden Canal Aquas del Sur, der hier auf deiner Kanalbrücke die Schlucht quert. Weiter aufwärts führte dann der Camino El Molino zu den Resten der Mühle von Las Vegas, außer dem Turm steht leider nichts mehr.

Nach der Wassermühle führte der Rundweg auf schmalem Pfad hinab in das nächste Tal, den Barranco El Seco. Gegenüber führte der Pfad wieder hinaus, und erreichte die Einmündung des Weges von Pino del Guirre. Interessant ist kurz vorher das in den Fels gehauene längere Kanalstück, allerdings außer Betrieb. Wir folgten indes dem Camino de las Vegas hinab in den Barranco Era La Tosca. Bald passierten wir große Terrassenfelder und kamen an einem riesigen, ungenutzten Wasserspeicher vorbei. Links neben dem Barranco kamen die Gebäude von Fuentes Nuevas in den Blick. Nach einem weiteren Bergrücken erreichten wir kurz vor Las Vegas einen Bereich, in dem verschiedene alte Kulturgüter erläutert und dargestellt wurden. So kamen wir an einen Ofen, der zum Trocknen von Obst, insbesondere Feigen verwendet wurde, und nur zu besonderen Anlässen zum Brotbacken verwendet wurde. Es wurde der Name Vegas erklärt, als niedrig gelegenen, flachen und fruchtbaren Teil des Landes, der durch Regenfälle regelmäßig überflutet wird. Gepflasterte Wege auch zu einigen Höhlenhäusern rundeten die Gestaltung des Bereiches hier am Ortseingang ab. Unser Weg führte die Straße durch den Ort hinauf zurück zu unserem Ausgangspunkt, teils begleitet von gemauerten Kanälen zum Wassersammeln.

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Die Wanderrunde ist sehr empfehlenswert, interessant auch wegen der Wassertechnik. Wir hatten etwas Pech mit dem Wetter, Sonne wäre schön gewesen, doch man kann eben nicht immer alles haben.