Es war heute früh wieder recht windig in Los Gigantes, doch im Osten der Insel war zum Glück Sonnenschein angesagt. Wir entschieden uns deshalb für eine Wanderung im Anaga-Gebirge, die Südseite kannten wir noch nicht. Unsere Runde hatten wir wieder im Rother Wanderführer gefunden. Auf der Autobahn über Santa-Cruz nach Iguste, nur leider war ausgerechnet heute die Uferstraße in der Hauptstadt gesperrt – Karnevalszeit. Nach endlosen Umherirren in der Stadt erreichten wir eine Stunde verspätet den leeren Parkplatz am nördlichen Straßenende des Iguste-Tales. Unser Weg führte uns anfangs auf einem breiten Fahrweg hinauf bis zum Abzweig hinab in das Tal des Iguste-Baches. Der schmale Pfad erreichte bald im Grund den Bach in dem recht grünen Tal. Kurz nach der Querung eines weiteren Bachlaufes kam von links unser späterer Rückweg herab. Wir blieben jedoch erstmal geradeaus am gut wasserführenden Iguste-Bach, den wir in der Folge einige Male querten. Vorbei an einem markanten Eukalyptusbaum erreichten wir auf einem dschungelartig überwucherten Weg einige Felder und bald die ersten Häuser von La Laja. Wir besichtigten erstmal die Siedlung, ein kleiner Verhauer führte uns etwas zu weit das Tal aufwärts. Interessant war es allemal. Sicher ein karges Leben hier oben, Straßen sahen wir nämlich nicht, dennoch waren die Felder bestellt, die Trockenmauern intakt und die Häuser sehr schön hergerichtet.































Unser Weg führte etwas weiter unten bei einer Art Gartenhaus über den Bach und auf der linken Hangseite steil aufwärts. Knapp 100 Höhenmeter weiter oben lichtete sich der Lorbeerwald und wir erreichten bei der Einmündung des Cancelilla-Weges einen schönen Rastplatz. Unter uns lag der gewaltige Talkessel des Iguste-Tales, oben auf dem Kamm waren Gebäude an der Höhenstraße des Anagagebirges zu sehen. Wir folgten jetzt dem Kammrücken südwärts. Aussichtsreich ging es stets angenehm bergab. Nach einer knappen Stunde, mit mehreren Aussichtspausen, mündete der zuletzt sehr steile Weg auf unseren Herweg. Auf diesem war es nur noch ein Kilometer, bis wir zurück am Auto waren. Unterwegs trafen wir noch ein junges Pärchen, dass diese Runde noch am späten Nachmittag beginnen wollte. Wir konnten nur abraten.



























Eine schöne Runde, sicher nicht spektakulär, aber in einer beeindruckenden Landschaft. Uns würde allerdings schon interessieren, wie die Baumaterialien und auch vielen anderen notwendigen Dinge in die Siedlung kommen. Eine Straße nach Las Lajas war auch vom Kamm des Rückweges aus nicht zu sehen.
Unsere nächste Wanderung wird uns in den Norden der Insel führen. Von Los Erjos geht es steil bergab nach Los Tilos.
