In Wanderführer unseres Vertraues hatten wir eine Wanderung von Silos nach Erjos und zurück gefunden, diese erschien uns etwas zu lang. Wir wollten deshalb nur einen Teil, den von Erjos nach Silos wandern. Für das Auto war schnell ein Parkplatz an der Straße gefunden und gut ausgeschildert folgten wir dem PR TF-53 abwärts. Die Warnhinweise bezüglich GPS konnten wir nicht nachvollziehen, unser Helferlein arbeitete wie gewohnt zuverlässig, war aber eigentlich nicht notwendig. Hinter der Kirche und den letzten Häusern des Ortes senkt sich der Weg hinab in den Barrranco de Cuevas Negras. Es dauerte nicht lange, und der Buschwald mit viel Baumheide wurde von dichtem Lorbeerwald ersetzt. Unser schöner Camino führt nun teils an einem Wasserkanal oder Rohren vorbei abwärts. Wir wanderten auf einem schönen, oft mauerngesäumten und gepflasterten Weg abwärts. Es dauerte, bis die ersten Sonnenstrahlen zum Weg vordrangen. Wir hatten den ehemaligen Ort Cuevas Negras erreicht, meist verfallene Häuser beiderseits des Weges. Zahlreiche Blüten säumten hier den Weg, nicht mehr nur Lorbeergewächse. Nach dem Abzweig hinauf zum Weiler Tierra del Trigo wurde der Wald lichter.


































Links neben uns verlief der Barranco nach einem kleinen Abbruch tief unten und völlig überraschend öffnete sich mit einem Mal ein weiter Ausblick auf eine riesige, zerklüftete Felswand in einem grandiosen Kessel. Es dauerte nicht lange, und Los Silos war zu sehen. Der Pflasterweg führte hier steil und auch ein wenig rutschig hinab. Eine wahrlich imposante Umgebung. Im gegenüberliegenden Felsmassiv waren mehrere Kanäle zu sehen, das viele Wasser hier muss ja auch verteilt werden. Das im Wanderbuch beschriebene Gartenparadies konnten wir indes nicht nachvollziehen, die Anwesen waren größtenteils von hohen Mauern gesäumt. Unser Weg wechselte schließlich auf die andere Seite des Cochinos-Baches und führte an einem schön restaurierten Waschplatz vorbei nach Los-Silos. Beim Blick zurück sahen wir in den Bergspitzen die ersten Passatwolken, das Grün kommt eben vom Wasser. Wir erreichten auf unserem Weg die Hauptstraße unmittelbar an der Bushaltestelle, und es dauerte auch nicht lange, bis uns der erste Bus nach Icod de los Vinos und der nächste nach Erjos brachte. Icod stand übrigens völlig im Zeichen des Karnevals, auf dem Busbahnhof waren wir gefühlt die Einzigen ohne Kostüm.

























Cuevas Negras ist also der Name des verfallenen Dorfes, Höhlen haben wir nicht gesehen. Eine sehr kurzweilige Wanderung auf einem wunderschönen Camino. Die Rückfahrt mit dem Bus erwies sich als völlig problemlos und zudem sehr preiswert, mehr als 10 € für die insgesamt einstündige Busfahrt waren es für uns beide nicht. Schöne Wanderung!
Nach einem Ruhetag wird es uns übermorgen in den Esperanzawald verschlagen, da waren wir noch nie.
