Ursprünglich wollten wir im Tenogebirge wandern, der starke Wind hielt uns heute davon ab. Dies sollte in diesem Urlaub leider sehr oft so sein. Also auf der Autobahn nach Süden, und da kam doch ein alter Bekannter in den Blick. Der Conde, er prägt wie kaum ein anderer den Südwesten der Insel. Heute war ein guter Tag, ihn zu erklimmen. Auto also in Vento abgestellt und schon konnte es losgehen. Gleich zu Beginn kam uns eine Wandergruppe entgegen, ja wir waren spät. Überhaupt haben wir am heutigen Sonntag viele Wanderer getroffen – schön. Hinab in den ersten Barranco, dann in einen zweiten. Der Weg war gut ausgebaut, die Markierung Conde an den beiden Abzweigen nicht zu übersehen. Bis zu einem verfallenen Haus blieb der Weg recht moderat, erst nach einem Dreschplatz wurde der Weg steiler und rutschiger und zog zu einem kleinen Kamm, der Centinela hinauf. Einige Wanderer kamen uns hier entgegen, eine Frau erzählte uns, dass es wohl sehr gefährlich sei, sie hatte allein den alternativen Abstieg im Steilhang am Conde gesucht und nicht gefunden – wir hatten das nicht vor, Genußwandern eben. An der Centinela hatten wir dann erstmals einen schönen Tiefblick zu den weniger schönen Touristenhochburgen an der Südwestküste, ein prächtiger Tiefblick. Unser weiterer Weg wurde bald steiler, gerölliger und nach einem Felsband mussten die Hände ein wenig helfen. Dann erreichten wir das überraschend große und ebene Felsplateau. Es dauerte dann noch einige Minuten, bis wir die Gipfelsäule erreicht hatten, einige Mauern von ehemaligen Terassenfeldern waren zu übersteigen. Es bot sich natürlich der Blick zur Südwestküste, aber auch zu den Cañadas mit dem Teide. Im Vordergrund war die markante Spitze der Roque Imoque aus einem ganz anderen Blick und der Roque de los Brezos zu sehen, dort waren wir im letzten Urlaub. Schöne Gipfelsicht von hier oben. Neben dem Abstiegsweg zum Plateau steht ein markanter Baum, ganz vorn an der Kante. Ein idealer Apfel-Rastplatz, schön hier.


































Abwärts ging es anfangs nicht viel schneller als aufwärts, wie so oft bei steilen Wegen. Erst beim verfallenen Haus wurde der Weg flacher. Hier mündeten auch weitere Wege ein, Rot-Weiß kam vom Los Brezos herüber. Entsprechend waren noch einige Wanderer unterwegs. Nach den beiden Barrancos waren wir bald wieder am Auto.














Mit Pausen brauchten wir auf unserer ersten Wanderung im Jahr 5 Stunden, genussreiche Stunden. Eine sehr schöne, empfehlenswerte Tour. Aufgefallen ist uns schon hier, dass in diesem Jahr alles sehr grün ist auf Teneriffa, es hatte wohl gut geregnet im Winter.
Der Calima wird uns morgen hoch in die Cañadas treiben, wir wollen in der Montaña Cedro wandern.
