Wir waren am Vortag in Puerto de la Cruz gewesen, und kamen auf der Fahrt an diesem Barranco vorbei – schon von weitem beeindruckend. Im Rother fand sich eine Wanderung und so starteten wir am Parkplatz unmittelbar an der TF-5. Vom Parkplatz führte eine Treppe nicht nur hinauf in die Schlucht, sondern wohl auch zu einem Aussichtspunkt. Am Abzweig dorthin ein kurzer Schreck: Unser Weg war gesperrt. Massiv mit einem breiten Netz und rot-weißem Band verrammelt. Wir entschieden uns – auch in Anbetracht gleicher Entscheidungen anderer Wanderer – die Schlucht doch zu wandern. Für eine Alternative war es eh zu spät, und bei einem Hindernis würden wir umkehren. Wir folgten dem gut ausgebauten Weg, an kritischen Stellen mit Geländer gesichert, stetig bergauf. Bald passierten wir zwei runde Wasserbehälter und auch gegenüber waren Wasserrohre zu sehen. Entlang einer Felswand kamen wir auch auf unserer Seite an einer alten Wasserleitung entlang. Steil führte sie von oben herab, jedoch war sie außer Betrieb, wir passierten eine schon länger defekte Stelle. Durch eine üppige Vegetation führte der Weg bald in Serpentinen bergauf. Hier lag auch ein größerer Stein am Pflasterweg, kein Grund aber, die Strecke zu sperren. So erreichten wir nach einer Stunde den oberen Ausgang des Weges, ebenfalls wie unten verbarrikadiert. Die Umgehung der Absperrung war hier eher das Problem, eine Zerrung begleitete mich bis Urlaubsende.























Nach einer kurzen Pause auf dem schönen Rastplatz in La Vera folgte das erwartet eigentlich unangenehme Stück der Wanderung. Doch es sollte recht interessant werden. Auf einer Asphaltstraße führte anfangs steil abwärts nach Norden, bald aber höhehaltend durch die landwirtschaftlich geprägte Landschaft hier im Norden. Die Felder waren meist bewirtschaftet und zurzeit auch bestellt, aufgegebene Areale waren kaum zu sehen. Wir genossen den Ausblick auf die Küste und die vereiste Nordseite des Teide, der von hier nur 15 km entfernt war. Nach eine Barrancobrücke bog der Pfad talwärts ab. Durch dichte Sträucher zog sich der rutschige, aber jederzeit sichtbare Pfad hinab. Lediglich nach einem betonierten Bachbett war die Wegfindung fraglich, sicher führten aber hier alle Wege nach unten. Am Ortsrand von San Juan de la Rambla überquerten wir auf deiner Brücke die TF-5, kamen in den Ort und legten erstmal eine Pause bei Bier und Kaffee ein.








































Nach der gemütlichen Rast machten wir uns an den Rückweg an der Küste. Wir folgten der Straße hinunter nach Las Aguas und bogen am Ende der Strandpromenade in den wunderschönen, und auch begangenen Küstenweg ein. Wir erreichten La Rambla, die dortige Kirche und folgten schließlich der Straße hoch zum Rastplatz Barranco de Ruiz. Am Ende schafften wir auch den schwierigsten Teil der Wanderung: die Überquerung der TF5. Ja es wurde mächtig gehupt, aber die Lücke war groß genug für uns.



























Eine herrliche Geburtstagsrunde. Sehr abwechslungsreich und selbst das Mittelstück auf der Straße hat keinen Abbruch getan. Knapp 10 Kilometer in gemütlichen 5 stunden einschließlich ausgiebiger Pause – war schön. Schon seit Las Aguas hatte sich die Sonne rar gemacht, die Passatwolken waren da, auch in den oberen Teil des Barrancos waren sie gezogen. Wir hatten also Glück gehabt. Unsere morgige Wanderung wird uns in die Felsenschlucht bei Ortiz führen.
