Tinos, das waren für uns wohl zuerst Taubenhäuser. Nirgends gibt es mehr als hier. Unser erstes Taubenhaus hatten wir auf Milos gesehen, seither wollten wir mal hierher, wo es viele und vor allem sehr schöne dieser Häuschen gibt. Wir parkten am Morgen unser Auto auf dem kleinen Parkplatz bei Perástra und liefen hinab ins Dorf. Erst führte der Weg nordwärts nach Kómi, dann wendeten wir im Ort und südwärts am Hang ging es hoch nach Smardákito. Auf der heutigen Wanderung sahen wir wieder zahlreiche Dreschplätze, hier auf der Insel umsäumt von recht hohen Steinplatten. Mit dem Wind hatten wir heute Glück, die auffälligen Windflüchter zeigten aber unverkennbar an, aus welche Richtung normalerweise der Wind bläst. Mit Blick auf den Exomvourgo führte der Weg einige Zeit höhehaltend am Hang entlang, bevor wir Smardákito erreichten. Ein typischer Inselort mit katholischer Kirche, einem großen Brunnen und einigen Durchgängen, deren Deckenkonstruktion aus unbearbeiteten Stämmen wir wieder bestaunen konnten. Ein kurzer Stich führte vom Ortsausgang dann noch hinauf zur Straße nach Tarampádos.







































Nach der Überquerung der Straße führte unser Weg vorbei an einer alten Windmühle nach Tarampádos, vorbei an einem Brunnenhaus und dann zu den sicher schönsten Taubenhäusern der Insel. Hier trafen wir auch auf einige Besucher, die mit dem Auto hierhergekommen waren, um die Häuser zu sehen. Übrigens waren diese Taubenhäuser überwiegend noch in Betrieb, viele Tauben bevölkerten sie. Vom Ortsende führte ein kurzer Weg hinunter nach Kámbos, wieder gesäumt von einigen Taubenhäusern. Anschließend folgten wir dem Weg hinüber nach Loutrá, erst hinunter in ein recht verwachsenes Tal, querten dann einen trockenen Bachlauf und wanderten dann auf Stufen hinauf in den Ort.



















































Nach einigen Metern bergauf war dann Loutrá erreicht, der letzte Ort unserer Runde. Zahlreiche Wasserbauten säumten den Weg, es begann mit einem großen Waschplatz, der Weg folgte bald einem Wasserkanal am Wegesrand und schließlich erreichten wir die Überreste einer Mühle. Ein wunderschöner Wanderweg führte schließlich vorbei an einer weiteren verfallenen Mühle und der auffälligen Kirche von Aghía Anna hinab zu unserem Startpunkt in Perástra.































Wir hatten etwa 5,5 Stunden für die 9 km mit 450Höhenmeter gebraucht, einschließlich Pausen. Die Fotostopps waren heute etwas umfangreicher, wir mussten doch oftmals auf die Sonne warten.
Auf der Rückfahrt fuhren wir über Triantáros, ebenfalls eine wanderwürdige Gegend. Auch hier gibt es zahlreiche Taubenhäuser und das Tal von Dýo Horiá sah recht reizvoll aus, es gab einige alte Brücken. Unterhalb des Tales erreichten wir schließlich unsere Ferienwohnung in Agios Ioannis und beschlossen auch den heutigen Tag mit einem Bad im gar nicht so warmen Meer.










Morgen werden wir im Norden wandern. Vom Meer nach Pýrgos.
