Profitis Ilias, der Höchste von Mykonos

Die Ziegen ließen es sich an den Feigenkakteen gut gehen, das hatten wir so noch nicht gesehen. Die Stacheln schienen Sie nicht zu stören. Aber auch wir genossen das Frühstück und den Ausblick. Nachdem wir gestern nach dem Besuch von Delos noch in der Altstadt von Mykonos waren, sollte es heute auf den höchsten Berg der Insel gehen. Es ist hier kein Genuss, auf den Straßen zu wandern. Sie sind meist beidseitig mauerngesäumt, sehr eng und werden meist gut, vor allem schnell befahren. Ausgangspunkt war deshalb am Ende des asphaltierten Teils der Zufahrtsstraße zum Profitis Ilias, hier gibt es eine kleine Parkmöglichkeit. Wir folgten dann dem Fahrweg aufwärts. Aussichtsreich ging es nach oben. Bereits beim Aufstieg sagen wir Ikraía am Horizont, der steile Südabfall der Insel war unverkennbar. Bald war ein Sattel erreicht, der breite Fahrweg endete. Von hier wanderten wir steil aufwärts, jetzt kam im Norden Tinos im Blick. Schließlich wendete sich der Weg nochmals, jetzt nach Süden, so waren auch Syros, Delos sowie in der Ferne Sérifos und Sífnos und Paros zu sehen. Das Gipfelplateau des Berges ist durch Reste ehemaliger Sendeanlagen reichlich verschandelt und dennoch lohnt es sich, die kleine Treppe hoch zur Gipfelkirche zu nehmen, sie ist dem Propheten Ilias gewidmet. Die Aussicht ist phänomenal, schon aufgrund der Lage sind fast alle Kykladeninseln zu sehen. Heute passte wohl auch das Wetter. Wir erkannten im Süden neben Naxos etwas im Dunst Amorgos und Ios. Im Osten war sogar Samos, erkennbar an der markanten Spitze des hohen Kerkis auszumachen. Lange beobachteten wir auch die Flugzeuge, die am vor uns liegenden Flughafen landeten.

Zurück wie gekommen folgten wir dem Weg wieder abwärts. Begleitet von herrlichem Blick über Insel und umliegende Inseln erreichten wir schnell wieder unser Auto und hatten noch einige Zeit, die Insel zu besichtigen.

Bei der Verwendung der Karten werden Inhalte von Drittservern geladen. Dies betrifft hier die Karten von OpenStreetMap. Sie werden auf fremden Servern gehalten. Nur wenn der Verwendung der Karten zugestimmt wird, wird ein Cookie gesetzt und dieser Hinweis ausgeblendet. Wenn nicht, werden keine Karten angezeigt.

Das Kloster bei Agíos Pandeleímonas war leider geschlossen, vorbei an der fotogenen Kapelle Agiá Sofiá fuhren wir dann oberhalb des Hafens hinauf zum Leuchtturm Armenistís im Nordwesten der Insel. Wir besichtigten noch einige Kapellen, alle schön hergerichtet und fuhren dann zurück zu unserem Domizil. Am nahen Strand Liá waren wir noch abbaden – herrlich.

Zum Abendessen waren wir wieder in Áno Merá, heute im Odos Araxame, gleich neben der Platia. Hier war noch mächtig viel los, im Gegensatz zu den Tavernen der vergangenen beiden Tage. Preislich sehr angemessen, gut geschmeckt hat es zudem.

Morgen fliegen wir dann ziemlich zeitig zurück nach München, vorher ist noch das Auto abzugeben.