Inselhöchster auf Andros

Wir waren viel gewandert in den letzten Tagen. Heute wollten wir es faul angehen. Wir fuhren also mit dem Auto auf der Gebirgsstraße über Apíkia bis zum Abzweig des Fahrweges zum Profitis Ilias, wenige Kilometer nach Vourkotí. Von dort wanderten wir auf dem Fahrweg aufwärts, von Anfang an begleitet von herrlichen Ausblicken auf die Westküste und Evia im Norden. Schnell erreichten wir die Einmündung des Wanderweges Nummer 12 von Árni. Schöner wäre der Aufstieg von hier auch nicht gewesen, etwas kürzer, dafür aber steiler. Zahllose Weißdornsträucher hatte Früchte und tauchten die Landschaft in eine rote Farbe. Bald wurde der Fahrweg steiler und bog schließlich auf ein Plateau mit einem prägnanten Felsen ein. Insbesondere die Gipfelkirche Profitis Ilias oben am Felsen lud zur Aussicht ein, eine Treppe führte hinauf. Doch auch das Panagia-Kirchlein ist einen Besuch wert.

Von den beiden Kirchen zurück, stiegen wir dann im Hang weiter aufwärts, Weg Nummer 12 weiter nach Osten folgend. Er steigt nach einer Senke wieder an und erreicht bei einem auf dem Kamm verlaufenden weiteren Fahrweg einen Markierungspunkt, der in manchen Karten als Vigla bezeichnet wird. Mit einer Säule versehen ist es aber ganz offensichtlich nicht der höchste Punkt. Er ist etwa 20 m niedriger als die Erhebung, die wir 900 m später westlich von hier erreichten. Dort zeigte das GPS-Helferlein 1000 m an, was innerhalb der Toleranz liegt, 997 sind es wohl wirklich. Dieser Punkt hatte wieder eine Gipfelsäule und einen Ring aus Steinen. Mehr war nicht zu sehen. Beim Abstieg vom offensichtlich höchsten Berg auf Andros zurück zum Profitis Ilias, anfangs weglos, dann auf deutlicher Wegspur waren gelegentlich alte Markierungen zu finden, am Ende auch mit der Nummer 12. Der Weg verlief also früher hier direkt hoch. Warum dies geändert wurde, ist uns unverständlich. Vom Gipfel selbst ist nur Gádvos zu sehen, nach Süden ist keine Ortschaft im Blick. Zurück wie gekommen liefen wir dann auf dem Fahrweg weiter abwärts und erreichten recht schnell unser zuverlässiges Wägelchen.

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Die Rückfahrt dehnten wir ein wenig aus und fuhren nochmals durch die Berge an die Westküste. Einige auffällige Kirchen waren zu fotografieren und das Kloster Moni Zoodochou Pigi wollten wir zumindest mal von außen sehen. Gleich in der Nähe wagten wir uns auch mal ins Wasser. Ja, warm war es nicht in Andros. Aber zumindest einmal baden musste sein, auch wenn wir am ganzen Strand die Einzigen waren, es war eben schon Ende September.

Es war dann schon unser letzter Tag hier auf Andros, morgen fahren wir weiter nach Mykonos.