Wandern auf Lipsi

Wir hatten das Mietauto noch bis Mittag und nutzten es nochmal zu einem Ausflug zur Bucht im Norden, zu den fotogenen Booten. Heute war – dank bestem Wetter – Patmos mit dem Johanneskloster zu sehen. Auch der kleinen Kapelle in der Nähe der Bucht statteten wir nochmal einen Besuch ab und entdeckten einen Dreschplatz ganz in der Nähe. Das Meer war heute recht ruhig, nach Nordosten war im Dunst der Berg Vigla auf Samos zu sehen. Ja, so sollte Urlaubswetter sein.

Dann noch das Mietauto zurückgeben, eine Tankstelle hatten wir übrigens nicht gefunden – und schon konnte die Wanderung beginnen. Wir hatten uns für die Runde in den Süden entschieden. Die große Dorfkirche war geöffnet, so konnten wir einen Blick ins Innere werfen. Hier war wohl auch der Zweig, der alljährlich ergrünt.

Der weitere Weg führte uns aus dem Dorf heraus, an Feldern vorbei hinauf zu einer leider verfallenen Windmühle.

Auf einem Fahrweg gelangten wir aussichtsreich an die Kirche Agios Ioánnis. Von hier oben stellte sich die Insel recht grün dar, auch wenn Blüten rar waren… Aussichtsreich ging es auf einem Kamm nach Süden.

Vorbei an Agios Státhis verließen wir den Kamm nach Süden und kamen in ein Tal, das von Weinbau und Viehzucht geprägt ist. Weiter an zahlreichen Ferienvillen erreichten wir bald den Xerókombos Strand. Der Name ist häufig auf den Inseln und bedeutet “trockenes Feld”, so sah es hier auch aus.

Am nördlichen Ende des menschenleeren Strandes befindet sich ein fotogenes Kirchlein.

Vom Strand ging es anfangs auf gleichem Weg zurück, bogen dann aber nach Süden ab. Wir kamen zum zweiten Mal an der Dimitris-Farm vorbei, und kauften nun eine Kleinigkeit. Später erreichten wir Kirche Panagí­a tou Charoú, sie ist wohl das wichtigste Gotteshaus der Insel. Von hier stammt der Zweig, der alljährlich im Juli und August ergrünt, aus Sicherheitsgründen jetzt aber in der Dorfkirche in Lipsí­ aufbewahrt wird.

Nach einer Hilfeleistung für einen Bauern – er hatte sich auf seinem Quad fahrend – mit den Zügeln seiner Pferde verheddert, und so seine Mütze verloren, liefen wir an einem weiteren Kirchlein vorbei Richtung Katsádia-Strand. Auch das nächste Kirchlein, diesmal dem heiligen Spiridon gewidmet, hatte die für die Insel typischen viereckigen Türme.

Mit dem Strand erreichten wir die idyllische Taverne Dilaila, mit wunderschönenm Blick auf Léros und im Dunst sogar Kálymnos.

Auffällig waren auf der gesamten Insel die Recycling-Sammelstellen, auch hier wird Müll getrennt. Für die Touristen war alles mehrsprachig beschriftet.

Von der Südküste zum Ort Lipsí­ war es nicht weit, nach einer Dreiviertelstunde waren wir wieder im zurück.

Zum Baden waren wir heute am Strand hinter unserem Haus. Natürlich gab es auf dem Weg dorthin wiederum eine Kirche…

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Abendenessen im Cafe de Moulin, es hat bestens geschmeckt! Das Saisonende war jedoch auch hier zu spüren. Auf dem Rückweg kamen wir an einer Kulturveranstaltung vorbei, ein schöner Ausklang auf der Insel.

Morgen gehts weiter nach Patmos.