Überfahrt nach Kalymnos

Unser Hotels Three Brothers in Níssyros war eine gute Wahl gewesen. Es hat uns hier sehr gefallen, am letzten Morgen ließen wir uns das Frühstück wieder schmecken. Meist fährt eine Fähre von Níssyros nach Kálymnos. Ausgerechnet heute nicht – es war Mittwoch – und dies war der einzige Tag, an dem es keine Direktfähre gab. Aber es gab die kleine Princess Maria. Mit ihr fuhren wir nach Kardámena im Süden von Kos und von dort mit einem Taxi nach Mastichári im Norden der Insel.

Der Taxifahrer war recht schnell unterwegs und brachte uns gleich direkt an die Fähre – er kannte die Fährpläne. Schnell Tickets gekauft und schon legte die Fähre ab. Eine Stunde später waren wir im Hafen von Póthia auf Kálymnos. Dort holte uns der nette Vermieter von den Melina-Appartements mit seinem schon betagten Auto ab. Wieder hatten wir ein glückliches Händchen mit der Ferienwohnung. Es gefiel uns sehr hier.

In unserem Urlaubsort Myrtiés und in dem benachbarten Massoúri gibt es auch einige Hotels, die sogar pauschal zu buchen sind. Etwas Tourismus also, damit auch Autovermieter. Hier mieteten wir dann auch ein Auto für unseren Aufenthalt. Der 458m hohe Ráchi auf der Nachbarinsel Télendos dominiert in dieser Ecke der Insel die Szenerie, dazwischen ein klein wenig Meer. Ursprünglich wollten wir übrigens dort wohnen und täglich mit dem Boot übersetzen. Am Ende aber ist es doch Myrtiés auf Kálymnos geworden.

Wir hatten hier kein Frühstück, also musste Obst eingekauft werden. Am Hafen von Póthia war die Auswahl groß. Und natürlich wurde die Rückfahrt wieder etwas länger – wir mussten ja wissen wo wir sind. Von der Südostspitze hatten wir diesen Blick über Psérimos bis nach Kos.

Unsere Badestelle war auch bald gefunden, in Emporió. Zwar im Grunde im Ort, aber dennoch sehr ruhig. Zumal wir ja eh immer erst am Abend kommen. Was wie ein Binnensee anmutet, ist doch offenes Meer. Hinter der kleinen Insel rechts ist in der Mitte die Nachbarinsel Télendos zu sehen.

Von einer Taverne aus sahen wir die Sonne hinter dem gewaltigen Berg auf Télendos untergehen. Das Fleisch, das im Tsopaníkos auf den Tisch kommt, stammt von der Herde der Wirtsfamilie auf der allgegenwärtigen Insel gegenüber. Auf der Karte der Taverne stand Mamos – ein uns unbekanntes griechisches Bier aus Patras. Prädikat überaus wohlschmeckend! Und auch das Essen war klasse. Morgen wollen wir ja wandern!