Unsere erste Wanderung 2025 führte uns auf den Elsterperlenweg. Wir waren auf ihm schon ein Stück von Greiz nach Norden gelaufen, heute hatten wir uns die zweite Etappe ausgesucht, von Neumühle nach Berga. Start war am Bahnhof Neumühle, ein riesiger Parkplatz ist vorhanden. Kurz die Straße nach Nitschareuth aufwärts, dann biegt der Weg rechts ab. Keinen halben Kilometer später erreichten wir den Bach-Goethe-Hain. Im unteren Teil befindet sich ein recht großer Picknickplatz mit einer Wilhelm-Pieck-Gedenktafel am Fels. Diese kommt nicht von ungefähr, in diese Zeit fällt die Gestaltung des Areals, einschließlich neuer Namensgebung. Schön, dass diese Tafel noch nicht dem neuen Zeitgeist zum Opfer gefallen ist. Auf einigen Treppen kamen wir schließlich hoch zu den beiden Steinen, der vordere, der Bachstein bietet einen wunderschönen Ausblick auf den Ort Neumühle, der Goethestein befindet sich neben einer überdachten Picknickbank. Der markierte Elsterperlenweg führt hier oben weiter. Wir stiegen jedoch wieder hinab, wollten unten weiterlaufen, schließlich hatten wir am Abzweig zum Hain bereits die Ausschilderung “Osterbrunnen” entdeckt, ihn wollten wir ansehen. Am Brunnen vorbei stieg unser Weg bald wieder auf Stufen in die Felsen hinauf und erreicht bald wieder den ausgeschilderten Wanderweg. Weiter wanderten wir nun leicht abwärts und erreichten bald eine Felsnase über Lehnamühle, hier links ab und vorbei an einer Kneippstrecke zur Straße.




























Nach Lehnamühle wanderten wir ein kurzes Stück auf der Straße entlang, bevor der Wanderweg links der Bahn zu den Rüßdorfer Alpen führte. Hier besteht die Möglichkeit, den folgenden Felsenweg nach links zu umgehen. Damit würde man jedoch auf das sicher schönste Stück dieser Wanderung verzichten. Also folgten wir auch der Ausschilderung kurz nach links, dann aber rechts aufwärts auf den Felsenweg oberhalb der Weißen Elster. Auch dieser Wegabschnitt war in sehr gutem Zustand, was in Anbetracht der vielen Baumschäden gewiss nicht einfach ist. Traumwandern pur, unter uns die Elster gegenüber das namensgebende Rüßdorf, einfach schön. An einer Felsnase biegt der ausgeschilderte Weg scharf links auf einen breiten Weg ab. Schöner ist es jedoch den gestuften Pfad nach links auf den Klippen zu wählen. Hier ergeben sich noch einige Aussichten und bald trafenwir auch auf diesem Pfad wieder auf die ausgeschilderten Wege. Der Beschilderung folgend, senkt sich die Wegführung ein zweites Mal hinab zum Elstertal, diesmal bei der Eulamühle.

































Die Mühle lassen wir rechts liegen und kommen stattdessen nach einer ersten Bachquerung stetig ansteigend in ein altes Steinbruchgelände. Auf breitem Wanderweg stoßen wir erneut auf den Elsterhang, wandern dann aber links abzweigend über die Herrenwiese, um erneut einem Bachlauf Richtung Elster zu folgen. Nun folgt ein weiteres, besonders schönes Wegstück. Rechts fällt der Hang sehr steil und felsig zu Elster ab, etwas Vorsicht ist geboten. Der Weg folgt dem Hang bis zum unteren Pfarrzipfel. Mehrere Treppen führen von hier sehr steil hinauf zum oberen Pfarrzipfel, hier endet etwas später als man anfangs glaubt, der letzte Anstieg dieser wunderschönen Wanderung. Von hier an senkt sich der Weg beständig hinab nach Berga. Abzweige nach rechts sollte man nutzen, hier bieten sich von den Felsklippen schöne Ausblicke ins Elstertal. Ein breiter Pfad nach links endet hingegen ohne Aussicht an einer verfallenen Bank. Auf einem Hohlweg, der alten Poststraße, erreichten wir die Straße zur Elsterbrücke in Berga und folgten der Ausschilderung zum Bahnhof. Hier fahren am Wochenende stündlich Züge elsteraufwärts zurück zum Ausgangspunkt Neumühle.










































Eine wunderschöne Wanderung, jetzt noch ohne Blätter an den Bäumen auch sehr aussichtsreich. Später aber gewiss auch mit besonderem Reiz! Die Wege hier waren in sehr gutem Zustand, zahlreiche Bänke luden ein zur Rast. Der Anteil an hartem Belag oder Asphalt war erfreulich gering!
