Unsere erste Wanderung war im Tourenportal des Thüringer Waldes als eine der beliebtesten Wanderungen der Oberhofer Gäste bezeichnet – zu Recht. Wir wandelten sie ein wenig etwas ab, starteten erst am Rondell. Der Bus brachte uns von der Haltestelle unweit unseres Hotels hoch zu diesem 1830-1832 geschaffenen Kreuzungspunkt zwischen der Gotha-Suhler Straße und dem Rennsteig. Der Hinweg zur Schmücke führte uns abseits des Rennsteiges zum Forsthaus Sattelbach. Schilder wiesen darauf hin, dass es noch geschlossen hatte – dies störte uns wenig, es war noch früh am Tag. Vom Forsthausaus war der weitere Verlauf etwas schwierig, der GPS-Track wurde durch eine Wegsperrung blockiert und eine örtliche Ausschilderung gab es nicht. Auf einem vom Harvester geschaffenen Weg liefen wir nach Osten. Wir hätten wohl auch den Fahrweg nutzen können, leider war dies nirgends so beschildert. Auf dem anschließenden Forstweg hatten wir im dichten, gesunden Thüringer Wald bald einen ersten Blick über das Tal der Wilden Gera zum Schneekopf. Vorbei an Auerhahn und Dürrenberger Hütte erreichten wir die Wilde Gera und wanderten anschließend steil aufwärts auf das Plateau des Schneekopfs. Vor einem Jahr waren wir schonmal auf dem Turm, bei Regenwetter. Heute beließen wir es deshalb beim Genießen des weiten Ausblicks vom Weg aus.
































Nach einem sonnigen Bier in der neuen Gehlberger Hütte wanderten wir weiter in Richtung Schmücke. Über die Güldene Brücke erreichten wir den Alten Schmückerweg und folgten ihm zum namensgebenden Gasthaus. Auch hier bot sich ein schöner Ausblick mit Kickelhahn, Finsterberg und Sachsenstein. Anschließend kreuzten wir die Rennsteig-Straße und bogen nach Westen auf den Rennsteig ab. Vorbei an der Wetterwarte bogen wir bald zur Suhler Hütte ab. Der Rennsteig führte weiter als oft breiter Forstweg am Adler vorbei zur Plänckners-Aussicht. Meist führte seitlich des Weges ein schmaler Wanderpfad entlang, angenehm zu laufen. Am markanten Aussichtspunkt kamen wir mit einem älteren Mountainbiker ins Gespräch, der uns den Ausblick sehr schön erklärte, war interessant. Abgesehen von den Gleichbergen, Suhl und Zella-Melis kannten wir nicht viel. Es gab aber von der Wasserkuppe in der Rhön bis nach Coburg noch viel mehr zu sehen. Rechts des weiteren Weges lag der höchste Gipfel des Thüringer Waldes, der Große Beerberg (983 m) in der Kernzone eines Moorgebietes, wir beließen es bei einem kurzen Blick dorthin. Stattdessen ging es für uns weiter auf dem Rennsteig, vorbei an der Suhler Ausspanne bis zur Sommerwiese, wobei sich deren Namen nicht so ganz erschloss. An einer Tafel für die beiden unweit unter dem Weg befindlichen Tunnelbauten (Rennsteigtunnel der A71 (7916 m lang ) und des Brandleitetunnels der Bahn (3038 m lang)) verließen wir beim Rondell den Rennsteig.
































Vom Rondell aus führte der Weg am Waldarbeiterdenkmal hinab nach Oberhof. Der Ort hat sich zum Guten verändert, viele alte Bauten sind noch vorhanden, meist schön restauriert. Dennoch gibt es ein neues Parkhaus, neue Hotels, der Park wird neu gestaltet. Ein sympathischer, ruhiger Ort – zumindest im Sommer. Im Winter ist hier schon viel mehr los!









Es war eine lange, aber wunderschöne Wanderung. Sie führte uns wieder ein Stück auf dem Rennsteig entlang. Hier oben ist der Wald noch gesund, weite Aussichten deshalb eher selten. Man kann eben nicht alles haben. Wir waren etwa 9 Stunden unterwegs gewesen, haben nette Gespräche gehabt und auch die Hütten am Weg besucht. Schön gewesen. Morgen werden wir bei einer Gipfeltour um die Schmücke wieder einige der 900m – Gipfel des Thüringer Waldes erklimmen.
