Auf die Hohe Möst

Für den Tag war Regen angesagt. So sind wir nach dem hervorragenden Frühstück im Hotel aufgebrochen, um langsam nach Hause zu fahren, unterwegs noch etwas ansehen. Am Grenzadler gab es ringsum nur dunkle Wolken. Kaum waren wir nach Süden gefahren, wurde es jedoch heller. Also vielleicht doch ein Versuch? Wir hatten die Wanderung zur Hohen Möst im Blick. Schnell das Auto für 8 € auf dem leeren, riesigen Parkplatz abgestellt und schon folgten wir dem Rennsteig nach Westen. Zu Beginn kreuzten wir die asphaltieren Sommer-Biathlon-Trainingsstrecken, hier war Vorsicht angesagt. Die Läufer mit ihren Schneeschuhen auf Rollen sind sehr schnell. An der Schutzhütte Karin bogen wir nach nur 2 Kilometern vom Rennsteig ab. Einige Meter weiter suchten wir den der auf den Karten ausgewiesenen 901 m hohe Brandgipfel, leider vergeblich. Auf breitem Weg wanderten wir weiter bis zur hohen Möst. Vom ersten, dem hinteren oder östlichen Möstgipfel hatten wir schon einen schönen Ausblick hinunter ins sehr tiefe Kienbach-Tal. An dessen anderer Seite verlief der Rennsteig weiter nach Norden. Am Horizont war in der Ferne der Inselberg und westlich eine Salzhalde zu sehen. Vom wenige Meter entfernten vorderen Möstgipfel waren es dann die Berge der Rhön, die im Westen den Horizont bildeten.

Die Wanderung wäre jetzt eigentlich, zurück wie gekommen, auf gleichem Weg zurück zum Grenzadler verlaufen. Die Ausschilderung “Apostelweg” verleitete uns jedoch spontan dazu, nach Oberschönau hinabzusteigen. Erst steil bergab, dann zunächst auf breiten Fahrweg passierten wir den ersten Apostelfelsen. Einige Zeit später, nach einer Spitzkehre führte ein Pfad hoch in den Wald, ein Seil ermöglichte den ersten steilen Anstieg. Nun kamen wir an all den nach Aposteln benannten Felsen vorbei – ein schöner, viel zu kurzer steiniger Pfad im Wald. An seinem Ende erreichten wir wieder den Fahrweg, dem wir dann bergab Richtung Oberschönau folgten. Es waren nicht mehr als 2 Kilometer, bis wir den Ort und sogleich die Bushaltestelle erreichten. Dort mussten wir dann doch noch die Regenjacken anziehen, bevor uns der Bus wieder hoch zum Grenzadler brachte.

Bei der Verwendung der Karten werden Inhalte von Drittservern geladen. Dies betrifft hier die Karten von OpenStreetMap. Sie werden auf fremden Servern gehalten. Nur wenn der Verwendung der Karten zugestimmt wird, wird ein Cookie gesetzt und dieser Hinweis ausgeblendet. Wenn nicht, werden keine Karten angezeigt.

Trotz mäßigem Wetter eine schöne Wanderung und ein gelungener Abschluss unserer Wandertage 2026 in Oberhof.