Auf den Scheibenberg

Wir hatten unsere Wanderung wieder einmal aus dem Kompass-Wanderführer. Start der Runde war am Marktplatz in Schlettau. Parken ist hier Samstag ab 12 Uhr und Sonntag kostenlos, sonst 2 Stunden Parkscheibe. Mit der B101 aufwärts, dann unter der Bahn durch und links auf dem Betonpflasterweg nach Waltersdorf. Im Blick war bald der Bärenstein bei Annaberg kurz darauf erreichten wir beim Friedhof den Ort Walthersdorf. Nach der Überquerung der Straße nach Scheibenberg führte ein schmaler Pfad rechts ab. Am Waldrand führte der Weg aufwärts, bald erreichten wir eine offensichtlich bärenreiche Gegend. Wir passierten Bärenwiese und Bärensessel. Schließlich kamen wir zum unteren Bergrundgang und folgten diesem nach links. Dort erreichten wir den Ottomar Zahm-Weg. Ihm folgten wir auf Basaltstufen aufwärts. Wirklich eine beeindruckende Leistung von Herrn Zahm in den 1930er Jahren. Allein und in Eigeninitiative legte er diesen Weg an, glücklicherweise wird er heute noch etwas instandgehalten. An der nach ihm benannten Wanderhütte verließen wir nach kurzer Pause seinen Weg aussichtsreich nach Westen und erreichten dann den oberen Bergrundgang, und mit ihm das Plateau des 807m hohen Scheibenberges.

Der weitere Weg umrundete das Bergplateau nach Osten und führte an mit weiter Aussicht von verschiedenen Aussichtspunkten hinauf zum markanten Aussichtsturm. Natürlich wurden die 132 Stufen hoch zum Aussichtsplateau erklommen. Der Aufwand lohnte sich, ein beeindruckender Rundblick über das mittlere Erzgebirge und nach Tschechien. Der Kiosk am Fuß des Turmes bot mit 3,50 €/0,5l für bestes einheimisches Fiedler-Bier zuzüglich Bockwurst und Wiener zum gleichen Preis ein allerbestes Preis-Leistungs-Verhältnis. Nach der Stärkung nahmen wir den Asphalt-Weg bergab, passierten die Schanzenanlage und erreichten den Fuß der bekannten Orgelpfeifen. Die imposanten Basaltsäulen beeindrucken immer wieder. Wir wanderten zurück auf unseren Weg und folgten ihm hinab in die Stadt Scheibenberg.

Unser Weg führte hier an der Kirche und dem Marktplatz abwärts zum ehemaligen Bahnhof. Weiter folgten wir dem Wander – und Radweg nach Schlettau, meist parallel zur Bahnstrecke. Wir konnten gar nicht glauben, dass hier nur 5-mal im Jahr Züge verkehren. Bahnhof, Sicherungsanlagen sogar Bahnfunk waren im allerbesten Zustand. Lediglich das gelegentliche Gras im Gleis deutete auf fehlenden Bahnverkehr. Vorbei an einer schönen Schutzhütte und dem Schillerbrunnen waren wir dann doch recht schnell wieder in Schlettau. Kurz nach den ersten Häusern biegt der Wanderweg über die Gleise hinab zur Kirche ab. Nun waren es nur noch wenige Meter zum Marktplatz. Ein Café mit wohlschmeckendem Eis lag auf dem Weg dorthin.

Es war wieder eine schöne und auch aussichtsreiche Wanderrunde. Die Wege waren allerdings meist breit und befestigt, aber man kann halt nicht alles haben.

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